So bekommen Selbstständige mehr Elterngeld

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Für die Berechnung des Elterngeldes ist auch bei Selbstständigen das Einkommen vor der Geburt die Basis. Dieses ergibt sich bei Selbstständigen aus dem letzten Veranlagungszeitraum vor der Geburt.

Was aber, wenn die oder der Selbstständige im letzten Veranlagungszeitraum keinen oder nur einen sehr geringen Gewinn hatte, in den Monaten vor der Geburt des Kindes das Einkommen allerdings wesentlich höher war?

Mit einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen wurden die möglichen negativen Folgen bei der Elterngeldberechnung für Selbstständige eingegrenzt.

Die Richter entschieden: Der Gewinn des letzten Veranlagungszeitraums ist nur dann maßgeblich, wenn damit keine unzumutbaren Nachteile für den Berechtigten verbunden sind. Ist der Elterngeldanspruch auf Basis des Gewinns des letzten Veranlagungszeitraums um mehr als 20 % niedriger, als wenn er auf Basis des Einkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt berechnet wird, liegen unzumutbare Nachteile vor. In diesem Fall kann auch bei Selbstständigen das Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt als Berechnungsgrundlage herangezogen werden (LSG Niedersachsen, Urteil vom 25.2.2015, L 2 EG 4/14 ).

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