Scheidungskosten bleiben steuerlich absetzbar

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Die Kosten eines Scheidungsverfahrens sind auch nach der aktuellen Gesetzeslage in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Dies hat das FG Köln entschieden.

Prozesskosten werden seit einer entsprechenden Änderung des Einkommensteuergesetzes steuerlich nicht mehr berücksichtigt. Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren eines Scheidungsverfahrens sind aber keine Prozesskosten, entschied das FG Köln, und lässt den steuerlichen Abzug im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen weiter zu (FG Köln vom 13.1.2016, 14 K 1861/15 ).

Im zugrunde liegenden Fall hatte eine geschiedene Frau in ihrer Steuererklärung 2.433,65 € Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren als Scheidungskosten geltend gemacht. Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht an und berief sich dabei auf die ab 2013 geltende Neuregelung in § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG, nach der die steuerliche Berücksichtigung von Prozesskosten grundsätzlich ausgeschlossen ist.

Die Richter des FG Köln teilten diese Ansicht nicht und begründeten dies mit der für Scheidungsverfahren geltenden Verfahrensordnung und der Entstehungsgeschichte der Neuregelung zum Abzugsverbot von Prozesskosten.

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