Neue Regelungen zum Kindergeld

Seit Jahresbeginn verzichten die Familienkassen auf die aufwendige Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern unter 25 Jahren für Kindergeld und Kinderfreibeträge verzichtet. Das hat gleich mehrere Vorteile.

Eltern haben ab der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ihres Kindes Anspruch auf ein Kindergeld. Die Höhe des Kindergeldes beträgt für das erste und zweite Kind je 184 € monatlich, für das dritte 190 € und für jedes weitere Kind 215 €.

Unter bestimmten Voraussetzungen wird das Kindergeld sogar bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weitergezahlt.

Kindergeld für über 18-Jährige

Ein entsprechender Kindergeldanspruch besteht beispielsweise für ein unverheiratetes Kind, wenn es sich noch in der ersten Berufsausbildung befindet.

Als Berufsausbildung zählen beispielsweise das Ablegen regulärer Schulabschlüsse, ein erstes Studium und das Absolvieren einer ersten Lehre. Auch ausbildungsähnliche Maßnahmen, wie ein Praktikum, werden anerkannt, wenn sie sich als Grundlage für den angestrebten Beruf eignen.

Seit dem 1.7.2011 erhalten auch Eltern, deren Kinder einen Bundesfreiwilligen-Dienst oder Internationalen Jugendfreiwilligen-Dienst wie ein soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr leisten, ein Kindergeld, bis der Sprössling das 25. Lebensjahr vollendet hat.

Keine Hinzuverdienstgrenzen mehr

Auch wenn das Kind die Voraussetzungen für einen Kindergeldanspruch über das 18. Lebensjahr hinaus erfüllt hat, wurde bis zum 31.12.2011 nur dann eine entsprechende Leistung gewährt, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes nicht höher als 8.004 € im Jahr waren. Seit dem 1.1.2012 ist diese Hinzuverdienstgrenze entfallen. Eltern bekommen damit seit Januar auch dann das volle Kindergeld, wenn das Kind während der ersten Berufsausbildung oder seines Erststudiums hinzuverdient.

Selbst wenn ein Studium oder eine Erstausbildung abgeschlossen wurde, besteht bis zum 25. Lebensjahr weiter Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Ein Minijob, eine kurzfristige Beschäftigung oder ein Job, der die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden nicht übersteigt, sowie eine zweite Ausbildung sind jedoch erlaubt und schränken den Kindergeldanspruch nicht ein.

Es entfällt die bisher aufwendige Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern unter 25 Jahren für den Anspruch auf Kindergeld und Kinderfreibeträge, was den Eltern beim Kindergeldantrag und bei der Einkommen-Steuererklärung aufwendige Nachweise erspart. Um ein Kindergeld ab Geburt oder auch nach dem 18. Lebensjahr zu erhalten, muss jeweils ein entsprechender Kindergeldantrag bei der Familienkasse gestellt werden.

Private Absicherung ist wichtig

Dass Kinder Geld kosten, ist allgemein bekannt, daher ist das Kindergeld eine sinnvolle Unterstützung für alle Eltern. Doch Eltern sorgen nicht nur in der Gegenwart materiell für ihre Kinder, sondern wünschen sich in der Regel, dass der Nachwuchs auch künftig keine finanziellen Probleme hat.

Daher ist es sinnvoll, mithilfe eines Versicherungsexperten bereits frühzeitig mögliche Risiken und Absicherungslücken des Kindes beispielsweise im Falle einer schweren Krankheit, eines Unfalles oder auch im Hinblick auf Studium oder Ausbildung zu erkennen und entsprechende Lösungen zu finden.

Denn schon bei Kleinkindern kann es zu Situationen kommen, in denen ein passender Versicherungsschutz die Zukunft sichert. Wenn die Kinder volljährig sind, gibt es zudem einige Gefahren, gegen die sie sich individuell absichern müssen, um die finanzielle Existenz im Falle des Falles nicht zu gefährden.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.