Mehrjähriges Auslandsstudium: Kindergeld fließt weiter!

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Gute Nachrichten für Eltern, deren Kinder im Ausland studieren: Der BFH hat erklärt, unter welchen Voraussetzungen es weiter Kindergeld gibt. In den meisten Fällen dürften diese erfüllt sein.

In dem vom BFH entschiedenen Fall hatte der Vater eines Sohnes geklagt, der nach dem Abitur zunächst einen einjährigen Sprachkurs in China absolviert und anschließend für ein Bachelor-Studium dort geblieben war. China. Während des Studiums wohnte der Sohn in einem Studentenwohnheim. In den Sommersemesterferien kehrte er für jeweils ca. sechs Wochen nach Deutschland zurück und wohnte während dieser Zeiten in seinem Kinderzimmer in der Wohnung der Eltern.

Die Familienkasse stellte die Kindergeldzahlung ein, da sie davon ausging, dass der Sohn seinen Wohnsitz vom Deutschland nach China verlegt hatte.

Dem widersprachen sowohl das Finanzgericht als auch der Bundesfinanzhof:

  • Da vorübergehende, weniger als einjährige Auslandsaufenthalte grundsätzlich nicht zum Wegfall des Inlandswohnsitzes führen, sah der BFH den vor dem Studium durchgeführten Sprachkurs als unproblematisch an.

  • Auch im Hinblick auf das Studium selbst sah der BFH keine Wohnsitzverlagerung nach China. Maßgeblich war für die Richter dabei, dass der Sohn mindestens die Hälfte seiner ausbildungsfreien Zeit in Deutschland verbracht hatte und seine Wohnverhältnisse sowie persönlichen Bindungen einen stärkeren Bezug zu Deutschland als zum Studienort aufwiesen.

Dass der klagende Vater (und somit auch sein Sohn) chinesische Wurzeln hatten, war für die Richter ausdrücklich unerheblich – zumal am Studienort keine Verwandten der Familie lebten (BFH-Urteil vom 23.6.2015, III R 38/14 ).

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