BVerfG lehnt Abzug von Adoptionskosten ab

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Adoptiert ein kinderlos gebliebenes Ehepaar ein Kind, so sind die dafür aufgewendeten Kosten derzeit nicht als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG absetzbar: Es fehlt an der Zwangsläufigkeit, meinen die Gerichte.

Die BFH-Richter hatten erklärt, dass selbst bei organisch bedingter Sterilität eines Partners die Adoption keine medizinische Leistung zur Linderung dieser Krankheit sei. Vielmehr sei eine Adoption in erster Linie ein Mittel der Fürsorge für elternlose Kinder, um in einer Familie aufwachsen zu können (BFH-Urteil vom 10.3.2015, VI R 60/11). Die Adoption sei im Übrigen eine freiwillig getroffene Entscheidung, die nicht auf einer Zwangslage beruhe.

Gegen das Urteil hatten die unterlegenen Adoptiveltern Verfassungsbeschwerde eingelegt, die aber nicht angenommen wurde (BVerfG, Beschluss vom 13.6.2016, 2 BvR 1208/15).

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