Zweitwohnungsteuer für Studierende darf erhoben werden

 - 

Studentenbude, WG oder eigene Wohnung am Studienort, Kinderzimmer und erster Wohnsitz bei den Eltern: Viele Uni-Städte kassieren in solchen Fällen Zweitwohnungsteuer. Das dürfen sie, sagt das BVerwG.

Nach Bundesrecht, so die Richter, sei es weder verboten noch vorgeschrieben, Studierende mit Hauptwohnsitz bei den Eltern von der Zweitwohnungssteuer für eine Wohnung am Studienort auszunehmen. Die Uni-Städte dürfen also ihre Regelungen beibehalten - egal, wie diese bisher aussahen.

Ob die Studenten am Erstwohnsitz nur ein Kinderzimmer in der elterlichen Wohnung haben oder eine eigene Wohnung, über die sie selbst verfügen können, spielt keine Rolle.

Wichtig für BAföG-Empfänger: Nach Auffassung des Gerichts verlangt das Sozialstaatsprinzip nicht, BAföG-Empfänger generell von der Steuererhebung auszunehmen. Es genügt, wenn im Einzelfall die Steuer erlassen wird (BVerwG, Urteile vom 17.9.2008, Az. 9 C 13.07, 9 C 14.07, 9 C 15.07 und 9 C 17.07).

Weitere News zum Thema

  • Provisionen erhöhen Elterngeld nicht immer

    [] Provisionen, die der Arbeitgeber im Bemessungszeitraum vor der Geburt des Kindes zahlt, können das Elterngeld erhöhen, wenn sie als laufender Arbeitslohn gezahlt werden. Werden Provisionen hingegen als sonstige Bezüge gezahlt, erhöhen sie das Elterngeld nicht. mehr

  • Erwerbstätigkeit bei Elterngeld Plus

    [] Eltern, die beim Bezug von Elterngeld Plus gemeinsam den viermonatigen Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen möchten, müssen beide gleichzeitig ihre Arbeitszeit auf 25 bis 30 Wochenstunden reduzieren. Das bestätigte das Landessozialgericht Baden-Württemberg. mehr

  • Kein verlängerter Kindergeldanspruch bei Dienst im Katastrophenschutz

    [] Die Ableistung eines Dienstes im Katastrophenschutz führt zwar nach dem Zivildienstgesetz zur Befreiung vom Zivildienst. Der Dienst ist aber nicht im Katalog des § 32 Absatz 5 EStG enthalten, und führt daher nicht zur Gewährung von Kindergeld über das 25. Lebensjahr des Kindes hinaus. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.