Wenn sich Ihr volljähriges Kind der Einkommensgrenze bedrohlich nähert

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Droht Ihr Kind die Einkommensgrenze zu überschreiten, liegt der Gedanke nahe, dass Ihr Kind einfach auf einen Teil des ihm zustehenden Einkommens verzichtet.

Diese Strategie führt nur im Ausnahmefall zum Ziel: Einen >>rechtsmissbräuchlichen<< Verzicht ignoriert der Gesetzgeber nämlich und rechnet das Geld trotzdem mit (§ 32 Abs. 4 Satz 9 EStG). Rechtsmissbräuchlich ist der Verzicht, wenn er offensichtlich nur dazu dient, das Kindergeld zu retten.

Beispiel: Ihr Kind verzichtet ganz oder zugunsten einer gemeinnützigen Organisation auf sein Weihnachtsgeld (BFH, Urteil vom 11.03.2003, VIII R 16/02).

Eine Ausnahme gilt, wenn das BMF im Katastrophenfall, wie zuletzt die Flut in Pakistan, entscheiden, dass die Spende kein kindergeldschädlicher Verzicht ist.

Ihr Kind kann damit etwas Gutes für die betroffenen Menschen tun und – quasi nebenbei - das Kindergeld retten.

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