Positives BFH-Urteil: Welche zwangsläufigen Ausgaben das Kindeseinkommen mindern

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Immer wieder gibt es Streit, wie bei einem volljährigen Kind die Einkünfte und Bezüge zu ermitteln sind. Kein Wunder, denn ein Euro zuviel kostet Sie als Eltern das Kindergeld für das ganze Jahr. Und auch die kindergeldabhängigen Vergünstigungen sind dann dahin.

Jetzt hat der BFH wieder ein elternfreundliches Urteil gefällt: Bekommt ein Kind eine Unfallrente, dann zählt diese zum Kindeseinkommen. Da ist nur richtig, wenn im Gegenzug die unfallbedingten Aufwendungen des Kindes das Kindeseinkommen mindern (BFH, Urteil vom 17.12.2009, Az. III R 74/07).

Dieser Sachverhalt ist zwar sehr speziell. Aber dieses positive Signal stärkt natürlich die Hoffung, dass weitere positive Urteile folgen, denn vor dem BFH sind noch weitere Verfahren anhängig. Darin geht es unter dem Aktenzeichen

  • III R 19/10 um außergewöhnliche Belastungen,
  • III R 23/10 um Beiträge zur Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL),
  • III R 41/09 um Beiträge zu einer zusätzlichen tariflichen Altervorsorge (Öffentlicher Dienst),
  • III R 46/09 um den auf das Kind entfallende Teil einer Familienversicherung,
  • III R 57/09 um den Arbeitgeberanteil an den vermögenswirksamen Leistungen (vwL).

Steuertipp
Trifft einer der Fälle auf Ihr Kind zu? Dann legen Sie bitte Einspruch ein und beantragen mit Hinweis auf die zutreffende Revision das Ruhen des Verfahrens.

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