Mehr BAfög ist gut, kann aber das Kindergeld gefährden

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Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag hat der Erhöhung des BAföG zugestimmt. Was gut ist für die Studenten, ist gefährlich fürs Kindergeld. Lesen Sie hier, auf was Sie achten müssen.

Rückwirkend zum 1. Oktober gibt es 2% mehr BAföG. Das ist eine gute Nachricht. Eltern volljähriger Kinder müssen aber aufpassen, dass ihr Kind dadurch nicht die Einkommensgrenze überschreitet. Sonst ist das Kindergeld futsch.

Rutscht ein volljähriges Kind auch nur um einen Euro über die Einkommensgrenze (ab 2010: 8.004 Euro im Jahr), dann geht die gut gemeinte BAföG-Anhebung nach hinten los: Die Eltern verlieren das Kindergeld für das ganze Jahr. Verloren gehen dann auch alle an das Kindergeld geknüpften Vergünstigungen, wie die Kinderzulage bei der Riesterförderung oder die Steuerentlastungen beim Soli und der Kirchensteuer sowie der Ausbildungsfreibetrag usw.

BAföG zählt zum Kindeseinkommen, soweit es als Zuschuss gezahlt wird. Der Darlehensanteil bleibt bei der Prüfung der Einkommensgrenze unberücksichtigt.

Steuertipp
Liegt das Einkommen Ihres Kindes auch ohne die BAföG-Erhöhung schon über der Einkommensgrenze? Dann sollten Sie jetzt schon genau nachrechnen, ob Ihr Kind durch das zusätzliche BAföG die Grenze überschreitet, denn: Jetzt ist bis zum Jahresende noch genug Zeit, um das Kindeseinkommen gezielt zu beeinflussen.

Der monatlichen Förderhöchstbetrag wird rückwirkend zum 1.10.2010 um 2% auf 670 Euro erhöht. Der Höchstsatz steigt damit um 22 Euro. Die Elternfreibeträge steigen ebenfalls, und zwar um 3%. Ungefähr 60.000 Studenten und Schüler sollen so zusätzlich in den Genuss der staatlichen Förderung kommen.

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