Machen Sie mehr aus Ihrem Elterngeld

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Deutschland braucht Nachwuchs. Insbesondere gut ausgebildete und damit gut verdienende Menschen sollen sich wieder öfter für ein Kind entscheiden. Deshalb gleicht der Staat mit dem Elterngeld einen Teil des (Netto-)Einkommensverlustes aus, der entsteht, wenn Sie beruflich kürzer treten, um sich um Ihr Kind zu kümmern. Um Ihr Elterngeld zu erhöhen, haben Sie vier Möglichkeiten:

Ehepaare können durch eine geschickte Wahl der Lohnsteuerklasse den Nettolohn des Elternteils erhöhen, der das Elterngeld erhalten soll. "Blind" sollten Sie das aber nicht tun:

  • Auch wenn Sie sich die im laufenden Jahr zuviel gezahlte Lohnsteuer durch die Steuererklärung zurückholen können, müssen Sie zunächst mit weniger Geld auskommen, wenn der Hauptverdiener eine ungünstige Steuerklasse wählt.
  • Nach dem Nettolohn richten sich neben dem Elterngeld auch andere Lohnersatzleistungen. Es kann Sie also viel Geld kosten, wenn der Hauptverdiener in der ungünstigen Steuerklasse V ist und dann Arbeitslosen- oder Krankengeld in Anspruch nehmen muss.
  • Es ist ungeklärt, ob die Elterngeldkasse Ihren Wechsel in die Steuerklasse III überhaupt akzeptiert, wenn Sie weniger verdienen als Ihr Ehepartner. Ein Wechsel in die Kombination IV/IV ist aber problemlos.
  • Wollen Sie als Elternpaar neben den normalen zwölf Monaten Elterngeld auch die zwei Partnermonate beanspruchen, müssen beide Elternteile beruflich kürzer treten und das Elterngeld beanspruchen. Dann müssen Sie bei der Wahl der Steuerklasse bedenken, dass es immer auf das durchschnittliche Einkommen vor der Geburt des Kindes ankommt - ganz egal, in welchen Monaten Sie das Elterngeld bekommen.

Können Sie sich einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen, sollten Sie das tun. Der Freibetrag erhöht Ihr Nettoeinkommen und damit Ihren Anspruch auf Elterngeld.

Bekommen Sie einmalige Zahlungen, wie zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld? Dann bleiben diese Beträge bei der Ermittlung des Elterngeldanspruches außen vor. Fragen Sie Ihren Chef also, ob er damit einverstanden ist, das Geld über das Jahr verteilt monatlich auszuzahlen.

Gehören Sie einer Kirchengemeinde an, die Kirchensteuer erheben darf, schmälert der monatliche Abzug Ihren Nettolohn und damit Ihren Anspruch auf Elterngeld. Das Gleiche gilt, wenn Sie Kirchensteuer-Vorauszahlungen leisten.

Einzelheiten zu den Themen "Elterngeld""Lohnsteuerklassenwahl" und "Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte" finden Sie im "Steuer-Spar-Berater".

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