Kleine Klassen für hochbegabte Kinder bringen keine Steuerersparnis

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Auch bei Kindern mit ADHS erfolgt der Besuch einer gesonderten Schule mit kleineren Klassenverbänden und einer intensiveren Betreuung nicht krankheitsbedingt. Das Schulgeld kann daher nicht steuerlich geltend gemacht werden.

Das geht aus einem Urteil des FG Düsseldorf hervor.

Die Richter erklärten: Hat ein Ehepaar zwei Kinder, die an Aufmerksamkeitsstörungen leiden, die aber - in einem Fall zumindest teilweise - hochbegabt sind, so ist es ihnen unbenommen, sie statt in einer Regelschule in eine Schule mit kleinen Klassenverbänden unterzubringen, weil dies psychiatrischerseits empfehlenswert sei.

Die Kosten dafür (hier fielen in einem Jahr 18.000 Euro an Schulgeldkosten an) dürfen sie allerdings steuerlich nicht als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend machen. Insbesondere dann nicht, wenn der Vater der Kinder, selbst Arzt, die Notwendigkeitsbescheinigungen ausgestellt hat: Es handele sich nicht um Krankheitskosten, die normalerweise ohne weitere Prüfung als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden könnten, so die Richter. Außerdem fehlte im entschiedenen Fall eine vorher ausgestellte amtsärztliche Bescheinigung (FG Düsseldorf, Urteil vom 14.03.2017, Az. 13 K 4009/15).

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