Kindeseinkommen: Wann der Arbeitnehmer-Pauschbetrag Bezüge mindert

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Überschreitet Ihr volljähriges Kind eine bestimmte Einkommensgrenze, dann verlieren Sie das Kindergeld für das ganze Jahr. Deshalb können ein paar Euro weniger viel Geld retten. In der neuen DA-FamEStG 2009 ist für einige Eltern ein kleines Bonbon versteckt.

Steuertipp

Sind unter den Bezügen Ihres Kindes Entgelt-, Lohn- und Einkommensersatzleistungen? Und hat Ihr Kind in dem betreffenden Kalenderjahr gar keine Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit oder liegen diese unter 920 Euro (vor Abzug der Werbungskosten bzw. des Arbeitnehmer-Pauschbetrages)?

Dann mindert der nicht ausgenutzte Arbeitnehmer-Pauschbetrag die Lohnersatzleistungen - und zwar zusätzlich zur Kostenpauschale von 180 Euro (DA-FamEStG 2009 § 63.4.2.3.1 Abs. 4 Satz 2).

Ungeklärt sind allerdings die Einzelheiten:

  • Was genau sind "Entgelt-, Lohn- und Einkommensersatzleistungen"? Unseres Erachtens sind das die Bezüge, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen.
  • In welcher Reihenfolge sind die Kostenpauschale und der zur Verfügung stehende Arbeitnehmer-Pauschbetrag abzuziehen? Unseres Erachtens ist der Arbeitnehmer-Pauschbetrag zunächst von den Lohnersatzleistungen abzuziehen, denn er darf die übrigen Bezüge nicht mindern. Beachten Sie bitte, dass die Lohnersatzleistungen dadurch nicht negativ werden dürfen. Anschließend ist die Kostenpauschale von der Gesamtsumme der Bezüge abzuziehen.
    Bei einem Berücksichtigungszeitraum von nur einigen Monaten ist der Arbeitnehmer-Pauschbetrag zeitanteilig aufzuteilen auf die Monate innerhalb und außerhalb des Berücksichtigungszeitraumes - analog zur Kostenpauschale.

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