Kindergeldanspruch besteht auch während der Ausbildung zur Flugbegleiterin

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Bei einer mehrwöchigen Vorbereitung auf die Tätigkeit als Flugbegleiterin handelt es sich um eine Berufsausbildung im Sinne der Vorschriften zum Kindergeld. Lesen Sie hier, auf welche Argumente das FG Köln dieses Urteil stützt.

Der Staat fördert Familien entweder mit dem Kindergeld oder den Freibeträgen für Kinder.

Solange das Kind nicht volljährig ist, ist steuerlich alles noch ganz einfach: Sie stellen den Antrag auf Kindergeld und die Familienkasse überweist Ihnen jeden Monat das Geld. Haben Sie ein relativ hohes Einkommen, profitieren Sie später im Steuerbescheid von den Freibeträgen für Kinder. Das Kindergeld rechnet der Finanzbeamte dann aber auf die Steuerersparnis an.

Wenn Ihr Kind 18 Jahre alt wird, kommt Schwung in die Sache: Dann muss es einen zusätzlichen Grund geben, weshalb Ihr Kind weiter zu berücksichtigen ist. Außerdem muss das Einkommen Ihres Kindes eine bestimmte Grenze einhalten. Ein Berücksichtigungsgrund kann beispielsweise vorliegen, wenn sich Ihr Kind in Berufsausbildung befindet.

Im Urteil des FG Köln fanden die Richter folgende Gründe dafür, eine mehrwöchige Vorbereitung auf die Tätigkeit als Flugbegleiterin als Berufsausbildung anzuerkennen:

  • während der Schulungszeit bestand noch kein Arbeitsverhältnis und es wurde kein Lohn bezahlt und
  • die Tochter der Klägerin hätte die Schulungskosten zurückzahlen müssen, falls sie im Anschluss an die Schulung keinen Arbeitsvertrag mit der Fluggesellschaft abgeschlossen hätte.

In diesen Punkten, meinten die Richter, unterscheide sich der Sachverhalt von einer üblichen Probezeit zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses (FG Köln, Urteil vom 3.3.2010, Az. 10 K 212/09; Revision beim BFH wurde zugelassen).

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