Kindergeld: Wie muss ein Kind Ausbildungswilligkeit nachweisen?

 - 

Bekommt Ihr volljähriges Kind keinen Ausbildungsplatz, können Sie während dieser Zwangspause Kindergeld bekommen. Allerdings müssen Sie die Ausbildungswilligkeit belegen. Hier gibt es oft Streit, was als Nachweis zu akzeptieren ist.

Die Wahl des Berufes ist eine große Herausforderung für jeden jungen Menschen. Umwege sind deshalb völlig normal - und auch die zeitlichen Lücken, die dabei entstehen können - zum Beispiel Wartesemester. Wer macht sich in dieser Situation schon Gedanken, welche Nachweise der Ausbildungswilligkeit die Familienkasse sehen will, damit es in dieser Phase weiter Kindergeld gibt?

Sind sich Eltern und Kind bewusst, wie wichtig diese Nachweise sind, ist diese Klippe schnell umschifft: Ihr Kind muss sich regelmäßig schriftlich bewerben, damit es die Bewerbungen der Familienkasse vorlegen kann.

Jetzt gibt es aber auch Hoffnung, wenn Ihr Kind für einige Monate seine Ausbildungswilligkeit nicht durch Bewerbungen nachweisen kann, denn in der Revision III R 84/07 will der BFH sich mit folgendem Fall befassen:

Nachdem eine junge Frau im September 2005 von der ZVS einen Ablehnungsbescheid für ein Medizinstudium erhalten hat, bewarb sie sich erst im April 2006 um einen Ausbildungsplatz. Daraufhin hat die Familienkasse den Eltern das Kindergeld verweigert für die Monate Oktober 2005 bis März 2006.

Steuertipp
Lehnt auch Ihre Familienkasse die Zahlung von Kindergeld in einer solchen Situation ab, sollten Sie Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen mit Hinweis auf die Revision III R 84/07. Dann können Sie in Ruhe abwarten, wie der BFH entscheidet.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.