Kindergeld: Welche Beträge die Einkünfte und Bezüge des Kindes nicht mindern

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Verdient Ihr volljähriges Kind auch nur einen Euro zuviel, verlieren Sie das Kindergeld und alle kindergeldabhängigen Vergünstigungen. Da ist es wichtig zu wissen, welche Ausgaben das zu berücksichtigende Einkommen mindert und welche nicht.

Weil Sie als Eltern das Kindergeld für ein komplettes Kalenderjahr zurückzahlen müssen, wenn Ihr Kind die Einkommensgrenze auch nur um einen Euro überschreitet, gibt es oft Streit mit der Familienkasse, was alles zu den Einkünfte und Bezügen zählt und welche Beträge als zwangsläufige Ausgaben das Kindeseinkommen mindern.

In den letzten Jahren hat es viele elternfreundliche Urteile gegeben. Und deshalb mindern nun zum Beispiel die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung das Kindeseinkommen.

Leider gibt es auch durchaus sinnvolle Aufwendungen, die die Gerichte nicht als zwangsläufig ansehen und deshalb nicht vom Kindeseinkommen abziehen. Das ist zum Beispiel der Fall bei (BFH-Urteil vom 29.5.2008, III R 33/06)

  1. Beiträgen zu einer privaten Krankenversicherung, soweit sie über eine Mindestversorgung hinausgeht. Dazu zählen zum Beispiel die Absicherung bei Krankheit im Ausland, gegen Zuzahlungen bei Sehhilfen bzw. Heil- und Hilfsmitteln, der Unterbringung im Zweibettzimmer sowie der Inanspruchnahme von Leistungen des Chefarztes bzw. von Ärzten mit der Zusatzbezeichnung »Arzt für Naturheilverfahren« und Heilpraktiker;
  2. in den Bruttoeinnahmen enthaltenen vermögenswirksamen Leistungen;
  3. Beiträgen zu einer privaten Unfallversicherung.
Steuertipp
Hat Ihr Kind Beiträge zu einer privaten Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung geleistet? Und würde es mit seinen Einkünften und Bezügen unter die Einkommensgrenze rutschen, wenn diese Beiträge einkommensmindernd zu berücksichtigen wären?

Dann sollten Sie gegen den Ablehnungs- bzw. Aufhebungsbescheid der Familienkasse Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen mit Hinweis auf die beim Bundesverfassungsgericht anhängig Beschwerde 2 BvR 1874/08.

Denken Sie auch daran, später gegen den Einkommensteuerbescheid Einspruch einzulegen.

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