Kindergeld: Gehört der VwL-Arbeitgeberanteil zum Kindeseinkommen?

 - 

Ist Ihr volljähriges Kind über die Einkommensgrenze gerutscht? Und würde es darunter bleiben, wenn der Arbeitgeberanteil an den vermögenswirksamen Leistungen nicht zum Kindeseinkommen zählen würde? Dann gibt es jetzt einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Kindergeld für ein volljähriges Kind bekommen Sie nur, wenn das Kind

  • einen Berücksichtigungsgrund erfüllt (z.B. Berufsausbildung) und
  • eine bestimmte Einkommensgrenze einhält.

Überschreitet es diese Grenze auch nur um einen Euro, dann wird es teuer: Das Kindergeld für das ganze Jahr geht verloren und mit ihm alle kindergeldabhängigen Vergünstigungen. Deshalb ist es oft entscheidend, welche Beträge zum Kindeseinkommen zählen und welche nicht.

Beim Arbeitgeberanteil zu den vermögenswirksamen Leistungen hat sich der BFH zwar im Urteil III R 33/06 vom 29.5.2008 auf die Seite der Familienkasse gestellt. Aber inzwischen ist wieder eine Revision mit dem Aktenzeichen III R 23/09 vor dem BFH anhängig. Vielleicht lassen sich die Münchner Richter ja dieses Mal von den Argumenten der Vorinstanz überzeugen (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 16.2.2009, Az. 6 K 83/06).

Steuertipp

Rutscht Ihr Kind unter die Einkommensgrenze, wenn der VwL-Arbeitgeberanteil unberücksichtigt bleibt? Dann sollten Sie Einspruch gegen den Kindergeldbescheid einlegen. Beantragen Sie gleichzeitig das Ruhen des Verfahrens. Dann können Sie abwarten, ob der BFH sich diesmal auf die Seite der Eltern schlägt.

Denken Sie auch daran: Sobald Sie den Einkommensteuerbescheid in den Händen haben, müssen auch gegen ihn Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie in den vollen Genuss der Kindervergünstigungen kommen.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.