Kindergeld auch für die Zeit zwischen Ausbildung und Grundwehr- oder Zivildienst

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Wird Ihr Kind zur Bundeswehr einberufen, ist es in der Regel noch in Berufsausbildung oder gerade erst fertig. Oft entstehen vor dem Dienstantritt Wartezeiten. Jetzt gibt es in vielen Fällen während dieser Zeit weiter Kindergeld:

  • Ist Ihr Kind bei Einberufung noch in der Ausbildung, haben Sie auch bisher schon während der Wartezeit weiter Anspruch auf Kindergeld, wenn die Lücke höchstens vier Monate dauerte.

    Beispiel:
    Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Steuerfachgehilfen muss Peter zum Bund. Anschließend daran will er noch Wirtschaftswissenschaften studieren. Seine Ausbildung ist also noch nicht abgeschlossen. Zwischen Abschlussprüfung als Steuerfachgehilfe und Dienstbeginn bei der Bundeswehr findet er leider keine Arbeit. Deshalb haben seine Eltern während der Wartezeit weiter Anspruch auf Kindergeld.

  • Wird Ihr Kind im Anschluss an seine Ausbildung eingezogen, hatten Sie bisher in einer 4-Monats-Lücke zwischen Abschlussprüfung und Dienstbeginn leider keinen Anspruch auf Kindergeld.

    Beispiel:
    Paul, der mit seiner Ausbildung zum Logopäden sein Berufsziel erreicht hat, muss nach seiner Abschlussprüfung noch seinen Grundwehrdienst ableisten. Leider findet er in Wartezeit keine Anstellung.

    Dank eines neuen Urteils des Bundesfinanzhofs haben Pauls Eltern jetzt auch während dieser Lücke Anspruch auf Kindergeld. Voraussetzung: Die Wartezeit beträgt höchstens vier Monate.

Steuertipp
Zwar geht es im BFH-Urteil III R 23/06 vom 25.01.2007 ausschließlich um ein Kind, das seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr ableisten muss. Hat sich Ihr Kind entschieden, stattdessen Zivildienst zu leisten, muss aber das Gleiche gelten: Auch bei einer Wartezeit von maximal vier Monaten bis zum Zivildienst besteht weiter Anspruch auf Kindergeld.

Wie Sie genau berechnen können, ob Ihr Kind die 4-Monats-Lücke einhält, erfahren Sie im "Steuer-Spar-Berater". Es wird monatsweise gerechnet.

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