Kinderbetreuung bis 2005: Unverheiratete Eltern dürfen Höchstbetrag nur hälftig aufteilen

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In Jahren bis einschließlich 2005 dürfen unverheiratet zusammenlebende Eltern den Höchstbetrag für Kinderbetreuungskosten leider nicht frei aufteilen. Der BFH entschied, dass jedem genau die Hälfte zusteht.

Bis 2005 zählen Kinderbetreuungskosten zu den außergewöhnlichen Belastungen. Abziehbar sind maximal 1.500 Euro pro Kind und das auch nur, soweit der Grenzbetrag von 1.548 Euro überschritten ist (§ 33c Abs. 1 EStG).

Leben Sie unverheiratet mit dem anderen Elternteil zusammen, müssen Sie den Höchstbetrag hälftig aufgeteilen. Jeder darf seine Kosten bis maximal 750 Euro abziehen, soweit die Kinderbetreuungskosten zusammengerechnet höher sind als 1.548 Euro.

Der Kläger forderte für unverheiratet zusammenlebende Eltern das Recht, den Höchstbetrag von 1.500 Euro beliebig untereinander aufzuteilen. Seine Motivation: Er selbst hatte hohe Einkünfte, während seine Lebenspartnerin als Studentin nur ein geringes steuerpflichtiges Einkommen hatte. Es wäre für die beiden deutlich günstiger gewesen, wenn das Finanzamt die vollen 1.500 Euro bei ihm abgezogen hätte. Leider haben die BFH-Richter sich auf die Seite des Finanzamtes gestellt (BFH-Urteil vom 19.10.2006, Az. III R 10/05).

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