Kann der Beitrag zur Familienversicherung das Kindergeld retten?

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Es kostet Sie das Kindergeld für das ganze Jahr, wenn Ihr volljähriges Kind zuviel verdient. Deshalb müssen Sie wissen, ob und wie eine Familienversicherung das Kindeseinkommen mindert.

Damit Ihnen für ein volljähriges Kind noch Kindergeld zusteht, muss das Kind

  • einen Berücksichtigungsgrund erfüllen und
  • mit seinen Einkünften und Bezügen unter einer bestimmten Einkommensgrenze bleiben.

Beim Kindeseinkommen zählt jeder Euro, sodass der Abzug von Beiträgen zur Mindestabsicherung des Kindes oft das Kindergeld rettet.

Allerdings erkennt die Familienkasse solche Versicherungsbeträge bisher nur dann einkommensmindernd an, wenn das Kind selbst

  • Versicherungsnehmer ist,
  • den Vertrag unterschrieben hat und
  • den Versicherungsbeitrag selbst bezahlt hat.

Nun muss der BFH entscheiden, ob vom Kindeseinkommen auch Versicherungsbeiträge abgezogen dürfen, die die Eltern direkt bezahlt haben. Und nicht nur das. Es geht sogar um die Frage, ob auch der auf das Kind entfallende Teil des Beitrages an einer privaten Familienversicherung von den Einkünften und Bezügen des Kindes abgezogen werden darf (FG Münster vom 4.6.2009, Az. 3 K 840/08 Kg; Az. der Revision III R 46/09).

 

Steuertipp

Verweigert Ihre Familienkasse Ihnen das Kindergeld wegen Überschreitens der Einkommensgrenze? Und rutscht Ihr Kind unter die Einkommensgrenze, wenn die Familienkasse den von Ihnen getragenen Anteil Ihres Kindes an der Familienkasse einkommensmindernd berücksichtigen würde?

Dann legen Sie bitte Einspruch ein und fordern die Familienkasse mit Hinweis auf die Revision III R 46/09 auf, das Verfahren ruhen zu lassen.

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