Ist der Ausbildungsfreibetrag hoch genug?

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Für ein volljähriges Kind können Eltern einen Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung bekommen, kurz: Ausbildungsfreibetrag. Ist dieser mit 924 Euro pro Jahr zu niedrig angesetzt? Mit dieser Frage beschäftigte sich der BFH.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Richter kamen zu dem Ergebnis, dass der Betrag ausreicht und verfassungskonform ist.

Ein Ehepaar, dessen Tochter auswärts an einer Universität studierte, machte damit erfolglos verfassungsrechtliche Bedenken geltend gegen die Höhe des in § 33a Abs. 2 EStG vorgesehenen Freibetrags, der den Sonderbedarf für auswärts studierende Kinder abgelten soll.

Nach Auffassung des BFH darf der Ausbildungsfreibetrag jedoch nicht isoliert betrachtet werden; vielmehr sind bei Prüfung einer ausreichenden steuerlichen Entlastung auch der Kinderfreibetrag sowie der ebenso für Kinder zu gewährende Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf einzubeziehen. Die Summe dieser für ein Ehepaar anzusetzenden Freibeträge belief sich im Streitjahr 2003 einschließlich des Ausbildungsfreibetrags auf 6.732 Euro. Dies ist nach Ansicht des BFH ausreichend (BFH, Urteil vom 25.11.2010, Az. III R 111/07). 12708

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