Fernlehrgang: "Berufsausbildung" im Sinne des Kindergelds?

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Ein volljähriges Kind absolvierte einen Fernlehrgang "Web-Designer". Die Eltern wollten für diese Zeit der Berufsausbildung Kindergeld für ihr Kind erhalten. Geht das? - Es kommt darauf an, sagen die Richter.

Bei dem Lehrgang handelte es sich um einen staatlich geprüften und zugelassenen Kurs, an dessen Ende die Teilnehmer ein Zertifikat erhielten. Dieses konnte zum Beispiel bei Bewerbungen als Nachweis dafür dienen, dass der Bewerber das erforderliche Wissen mitbrachte.

Wenn das Kind sich also ernsthaft und nachhaltig auf das angestrebte Ausbildungsziel vorbereitet, handelt es sich um eine Berufsausbildung im kindergeldrechtlichen Sinne.

Die Realität sah hier allerdings wie folgt aus: Das teilnehmende Kind schickte in einem Zeitraum von über einem Jahr nur eine einzige Aufgabe an das Lehrgangs-Institut zurück. Zudem wurde der grundsätzlich berufsbegleitend angelegte Kurs nicht in der vorgesehenen Regeldauer absolviert. Das ist keine "ernsthafte Durchführung" befanden die Richter.

Fazit: Die Eltern konnten nicht nachweisen, dass sich ihr volljähriges Kind in der Berufsausbildung befand - folglich besteht auch kein Anspruch auf Kindergeld (FG München, Urteil vom 27.2.2008, Az. 10 K 931/07).

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