Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gibt es auch für Wochenend-Väter

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Leben die Eltern eines Kindes getrennt, kann der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende auch demjenigen zustehen, bei dem das Kind nur die Wochenenden verbringt.

Ein alleinstehender Steuerpflichtiger, zu dessen Haushalt mindestens ein Kind gehört, hat Anspruch auf einen steuerlichen Entlastungsbetrag in Höhe von derzeit  1.308 Euro im Jahr, wenn er für das Kind gleichzeitig einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld beanspruchen kann.

Das kann auch dann gelten, wenn das Kind bei dem Steuerpflichtigen nur mit dem Nebenwohnsitz gemeldet ist und sich bei ihm nur an Wochenenden und in den Ferien aufhält. Voraussetzung: Der andere Elternteil, bei dem das Kind dauerhaft lebt ist nicht alleinstehend und hat deshalb keinen Anspruch auf den Entlastungsbetrag.

Dies hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg im Fall eines Vaters entschieden, der sein Kind nur am Wochenende betreute. Die sorgeberechtigte Mutter hatte wieder geheiratet.

Anders sieht es aus,  wenn beide Elternteile alleinstehend sind. Dann bekommt derjenige den Steuervorteil, bei dem das Kind seinen Hauptwohnsitz hat. Die Entscheidung  ist natürlich auf Wochenend-Mütter übertragbar  (Urteil vom 13. August 2008, Az. 7 K 7038/06 B).

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