Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: Eltern dürfen den Begünstigten bestimmen!

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Den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gibt nur für Vater oder Mutter. Nun hat der BFH entschieden, dass die Eltern den Berechtigten unter bestimmten Voraussetzungen bestimmen dürfen, wenn beide die Voraussetzungen erfüllen.

  • Leben Sie vom anderen Elternteil Ihres Kindes getrennt?
  • Und hält sich das Kind in annähernd gleichem Umfang in beiden Haushalten seiner Eltern auf?
  • Und erfüllen Sie beide die Voraussetzungen für den Entlastungsbetrag?

Dann gibt es den Entlastungsbetrag zwar trotzdem nur einmal. Aber als Eltern dürfen Sie nun einvernehmlich bestimmen, wer den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende erhalten soll – und zwar unabhängig davon, wer das Kindergeld ausgezahlt bekommt. Das hat der BFH in seinem Urteil III R 79/08 vom 28.04.2010 entschieden.

Allerdings hat das Gericht diese Wahlfreiheit an eine Voraussetzung geknüpft: Für das betreffende Kalenderjahr darf weder Mutter noch Vater die Steuervergünstigung des Entlastungsbetrages bereits über die Lohnsteuerklasse II in Anspruch genommen haben. Der Hintergrund: Die Lohnsteuerklasse II führt nicht dazu, dass der Steuerpflichtige eine Einkommensteuererklärung abgeben muss. Es könnte also zu einer Doppelberücksichtigung des Entlastungsbetrages kommen. Und das soll vermieden werden.

Steuertipp
Wie groß die Steuerersparnis durch den Entlastungsbetrag tatsächlich ist, hängt vom individuellen Steuersatz ab. Wenn Sie also nicht so genau wissen, wer von Ihnen beiden am Ende es Jahres den höheren Steuersatz hat, dann sollten Sie sich die Wahl offen halten. Das bedeutet: Finger weg von der Steuerklasse II!

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