Engagement im Studentenverband zählt nicht zur Berufsausbildung

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Die Tätigkeit im Bundesvorstand eines Studentenverbandes gilt nicht als Berufsausbildung. Lässt sich ein Student für dieses Engagement vom akademischen Betrieb beurlauben, fällt der Anspruch auf Kindergeld weg.

Zu diesem Urteil kam das Finanzgericht Rheinland-Pfalz im Fall eines Jura-Studenten, der als Schatzmeister einer parteinahen Studentenorganisation fungierte. Der junge Mann argumentierte, die Tätigkeit bereite ihn vergleichbar einem Praktikum auf seinen späteren Beruf vor.

Das Gericht folgte dieser Begründung nicht. Bei der Tätigkeit als Schatzmeister handele es sich um eine bezahlte, professionelle Vorstandstätigkeit. Es werde nicht bestritten, dass sie einem Jura-Studenten Gelegenheit biete, seine im bisherigen Studium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten einzubringen. Das reiche aber nicht, um sie als "Berufsausbildung" im Sinne des Kindergeldrechts zu qualifizieren (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20.11.2009, Az.. 5 K 2456/08).

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