Eltern volljähriger Kinder aufgepasst: Vom Kindergeld können vielleicht viel mehr Eltern profitieren

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»Beiträge zur Sozialversicherung mindern das Kindeseinkommen!« Mit diesem Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht viele Eltern volljähriger Kinder wieder in den Genuss des Kindergeldes gebracht. Aber auch andere Beträge stehen dem Kind nicht für seinen Lebensunterhalt zur Verfügung und müssen daher sein Einkommen mindern. Lesen Sie hier, um welche Beträge es sich handelt und was Sie tun müssen, um von der Klagewelle zu profitieren.

Nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil folgt nun eine Klagewelle, die noch mehr Eltern das Kindergeld zurückbringen könnte

Ein volljähriges Kind muss mit seinen Einkünften und Bezügen unter einer bestimmten Grenze bleiben, damit Sie das Kindergeld bzw. die Freibeträge für Kinder bekommen. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die gesetzlichen Beiträge zur Sozialversicherung das Kindeseinkommen reduzieren, weil sie dem Kind nicht zum Leben zur Verfügung stehen. Deshalb bleiben jetzt viele volljährige Kinder unter der Einkommensgrenze, sodass die Eltern wieder Kindergeld bekommen.

Aber auch andere Einkommensbestandteile stehen dem Kind nicht zum Leben zur Verfügung: Lohn- und Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag, außergewöhnliche Belastungen, Sonderausgaben, Sonderabschreibung nach 7g EStG bei Selbstständigen usw. Da die Finanzverwaltung das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aber nur auf die Sozialversicherungsbeiträge anwendet, ziehen nun viele Eltern vor die Finanzgerichte und sind zum Teil schon vor dem BFH gelandet.

Die Gerichte müssen nun im Einzelfall geklärt werden, ob ein bestimmter Betrag das Kindeseinkommen reduziert. Sind Sie selbst von einem solchen Fall betroffen, können Sie Ihren Einspruch und Ihren Antrag auf Ruhen des Verfahrens auf die Revision stützen und müssen nicht selbst die Richter bemühen.

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