Das geht alle Eltern an: Sind € 154,- Kindergeld zu wenig?

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Ein Kind zu haben und es auf das Leben vorzubereiten kostet sehr viel Geld. Das monatliche Kindergeld von € 154,- für das erste bis dritte bzw. € 179,- ab dem vierten Kind deckt nur einen Bruchteil dieser Kosten ab.

Besser weg kommen Eltern, in deren Steuerbescheid es nach der "Günstigerprüfung" zum Ansatz der Freibeträge für Kinder kommt: Im Extremfall - also beim Spitzensteuersatz - macht die Steuerentlastung € 265,- pro Monat aus! Deshalb sind einige Eltern vor die Finanzgerichte gezogen und verlangen Kindergeld in dieser Höhe.

Zwar hat zum Beispiel das Finanzgericht Brandenburg keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen das Kindergeld in Höhe von € 154,- bzw. 179,-. Die Richter verweigern den Klägern sogar den Gang vor den BFH (FG Brandenburg 6 K 2294/03 vom 24.08.2006). Gefallen lassen sich die klagenden Eltern das erfreulicherweise aber nicht: Sie haben Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt, über die nun der BHF im Verfahren III B 176/06 entscheiden muss.

Steuertipp
Alle Eltern mit Anspruch auf Kindergeld sollten jetzt mithilfe unseres Musterantrages einen Antrag auf Neufestsetzung des Kindergeldes in Höhe von € 265,- stellen. Das wird die Familienkasse aber ablehnen. Gegen diesen Ablehnungsbescheid müssen Sie dann Einspruch einlegen und mit Hinweis auf die Nichtzulassungsbeschwerde III B 176/06 das Ruhen des Verfahrens beantragen. Auch hierzu haben wir für Sie einen Mustereinspruch formuliert. Beide Musterdokumente finden Sie hier.

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