Berufsausbildung: Lernen für Wiederholungsprüfung gehört dazu!

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Hat ein Kind sein Berufsziel noch nicht erreicht, bereitet sich aber ernstlich darauf vor, befindet es sich in Berufsausbildung. Das gilt auch, wenn das Kind selbstständig für eine Wiederholungsprüfung lernt. Folge: Es gibt Kindergeld!

Das geht aus einer Entscheidung des FG des Saarlandes hervor (Urteil vom 30.10.2008, Az. 2 K 1217/08). Folgendes war passiert:

Eine junge Frau absolvierte eine Ausbildung zur Kauffrau. Der Ausbildungsbetrieb ging im Mai in Insolvenz und stellte seine Tätigkeit ein. Die Abschlussprüfung der Auszubildenden fand im Juni statt. Die junge Frau fiel durch und lernte selbstständig für die Wiederholungsprüfung im Januar des nächsten Jahres, die sie dann auch bestand.

Die Kindergeldkasse zahlte ab Juli kein Kindergeld mehr. Die Eltern der Auszubildenden meinten, sie hätten Anspruch auf Kindergeld für ihre Tochter bis zum Zeitpunkt der bestandenen Prüfung - also bis Januar.

Das FG des Saarlandes bestätigte die Auffassung der Eltern: Anspruch auf Kindergeld besteht, wenn sich das Kind in Berufsausbildung befindet. Zur Ausbildung gehören auch alle Maßnahmen, mit denen sich das Kind auf sein Berufsziel vorbereitet, selbst wenn sie nicht in einer Ausbildungs- oder Studienordnung festgeschrieben sind. Dazu gehört auch selbstständiges Lernen für eine (Nach-)Prüfung.

Die Familienkasse hat gegen das Urteil Revision eingelegt (Az. beim BFH: III R 84/08).

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