Berufsausbildung: Kindergeld abschnittsweise?

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Kindergeld für ein volljähriges Kind gibt es nur, wenn es über das Jahr gesehen eine bestimmte Einkommensgrenze einhält. Nun musste der BFH entscheiden, ob das Kindeseinkommen abschnittsweise zu prüfen ist. Nein, ist es nicht, so das Gericht.

Bisher fasst die Familienkasse alle Monate, in denen ein volljähriges Kind einen Berücksichtigungsgrund wie zum Beispiel Berufsausbildung erfüllt, zu einem Berücksichtigungszeitraum zusammen. Für diesen Berücksichtigungszeitraum stellt sie die maßgebliche Einkommensgrenze dem Kindeseinkommen aus dieser Zeit gegenüber.

Nun kommt es oft vor, dass ein Kind innerhalb eines Jahres unterschiedliche Ausbildungsabschnitte absolviert. Vielleicht verdient es dabei in einigen Monaten gar nichts, zum Beispiel während des Studiums, und in anderen Monaten ganz ordentlich, zum Beispiel während des Referendariats. Überschreitet es die maßgebliche Einkommensgrenze, dann geht das Kindergeld für das ganze Jahr verloren – also auch für die Monate, in denen das Kind nichts verdient hat und deshalb finanziell von seinen Eltern abhängig war.

Nun musste der BFH in der Revision III R 62/08 entscheiden, ob das bisherige Vorgehen beibehalten werden kann oder ob die Einkommensgrenze stattdessen abschnittsweise zu prüfen ist. Dann würde den Eltern wenigstens das Kindergeld für Ausbildungsabschnitte erhalten bleiben, in den das Kind nichts oder nur wenig verdient hat.

Inzwischen hat der BFH sich auf die Seite der Familienkasse gestellt: Eine abschnittsweise Gegenüberstellung von zeitanteiliger Einkommensgrenze und Kindeseinkommen wird es also nicht geben (BFH-Urteil III R 62/08 vom 21.01.2010, BFH/NV 2010, Seite 871).

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