Au-Pair: Kindergeldanspruch bei Fernlehrgang

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Wenn Ihr Kind als Au-Pair ins Ausland geht und dort einen Sprachkurs im Fernlehrgang absolviert, können Sie trotzdem Anspruch auf Kindergeld haben.

Eine 21-Jährige ging nach ihrem Schulabschluss als Au-Pair nach Frankreich. Dort belegte sie einen Fernkurs "Französisch- Volllehrgang". Nach den Angaben des Lehrgangs-Anbieters betrug das wöchentliche Arbeitspensum für den Kurs zehn Stunden.

Die Familienkasse strich den Eltern des Au-Pair das Kindergeld, denn ihrer Meinung nach waren die Voraussetzungen für den Anspruch auf Kindergeld nicht erfüllt. Der Fernlehrgang, so das Argument, sei vom zeitlichen Umfang her nicht ausreichend, um als Berufsausbildung anerkannt werden zu können.

Das FG Saarland urteilte im Sinne der Eltern. Die Richter verwiesen dabei auf die Rechtsprechung des BFH: Für eine Anerkennung des Kurses als Berufsausbildung sei erforderlich, dass ein theoretisch-systematischer Sprachunterricht vorliege. Dessen Umfang müsse ohne Vor- und Nachbereitung wöchentlich zehn Stunden oder mehr umfassen. Diese Voraussetzungen waren im vorliegenden Fall erfüllt. Dass der Kurs als Fernlehrgang abgehalten werde, stehe dem nicht entgegen, erklärten die Richter (FG Saarland, Urteil vom 19.3.2009, Az. 2 K 1141/08).

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