Angehörige im Kosovo: Unterhalt nur selten absetzbar

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Unterhaltszahlungen an Angehörige im Kosovo sind nur unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abzugsfähig, entschied das FG Rheinland Pfalz.

Der Fall betraf einen aus dem Kosovo stammenden Kellner, der 4.200 € Unterhaltszahlungen an seine vier im Kosovo lebenden Kinder als außergewöhnliche Belastungen in seiner Steuererklärung geltend gemacht hatte.

Die Kinder waren volljährig und erwerbsfähig. Das war für das Finanzamt Grund genug, die Anerkennung zu versagen.

Der Kellner wehrte sich dagegen, hatte aber auch vor dem FG Rheinland-Pfalz keinen Erfolg. Die Richter wiesen ihn auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes hin, der die Auffassung vertritt, dass im Ausland lebende Kinder zwar grundsätzlich zum Kreis der unterhaltsberechtigten Personen zählen – da die Kinder im vorliegenden Fall aber alle im arbeitsfähigen Alter gewesen seien, habe hier ein Unterhaltsanspruch nur dann bestanden, wenn sie auch tatsächlich unterhaltsbedürftig, d.h. nicht in der Lage gewesen seien, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Der Vater sei daher verpflichtet gewesen, nachzuweisen, dass seine Kinder unter Einsatz aller zumutbaren und möglichen Mittel tatsächlich nachhaltig eine angemessene Tätigkeit gesucht hätten. Diese Nachweise war er schuldig geblieben (FG Rheinland-Pfalz vom 17.9.2015, 4 K 2254/14 ).

Da die Frage der Erwerbsobliegenheit bei Unterhaltszahlungen an im Ausland lebende Unterhaltsempfänger höchstrichterlich bereits geklärt ist, ließ das Finanzgericht die Revision gegen das Urteil nicht zu.

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