Kosten für Beerdigung des geschiedenen Ehepartners als Unterhaltsleistung absetzbar?

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Unterhaltsleistungen an den Ex-Ehepartner sind im Rahmen des Realsplittings als Sonderausgaben absetzbar. Was hier als Unterhaltsleistungen zählt, ist im Gesetz nicht näher erläutert. Die Frage, wie weit dieser Begriff auszulegen ist, muss nun bald der Bundesfinanzhof entscheiden.

Ein Steuerzahler aus Niedersachsen machte in seiner Steuererklärung Kosten für die Beerdigung seiner geschiedenen Ehefrau in Höhe von 4.180 € als Unterhaltsleistungen im Rahmen des Realsplittings geltend. Da die zwei leiblichen Kinder das Erbe ausgeschlagen hatten, musste er die Bestattungskosten als Folgeverpflichtung aus den Unterhaltszahlungen nach § 1615 Abs. 2 BGB i.V.m. § 74 SGB XII tragen.

Finanzamt und Finanzgericht lehnten einen Sonderausgabenabzug ab. Sie erkannten die Beerdigungskosten nur als außergewöhnliche Belastung allgemeiner Art an, die sich aber wegen der zumutbaren Belastung nicht steuermindernd auswirkten (Niedersächsisches FG vom 27.6.2012, 9 K 10295/11 ). Gegen dieses Urteil hat der Steuerzahler Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt. Das Aktenzeichen lautet: X R 26/12.

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