Ehegattensplitting für eingetragene Lebenspartnerschaften beschlossen

 - 

Mit großer Mehrheit hat der Bundestag am 27. Juni den Gesetzentwurf von CDU/CSU und FDP zur Änderung des Einkommensteuergesetzes in Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 7.5.2013 (17/13870) auf Empfehlung des Finanzausschusses (17/14195) angenommen.

Damit werden die einkommensteuerrechtlichen Vorschriften zu Ehegatten und Ehen entsprechend dem genannten Urteil des Bundesverfassungsgerichts auf Lebenspartner und Lebenspartnerschaften angewendet (Quelle: Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 27.6.2013).

Hintergrund

Mit Beschluss vom 7.5.2013 (Az. 2 BvR 909/06, 2 BvR 1981/06 und 2 BvR 288/07) hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass eingetragene Lebenspartnerschaften steuerlich der Ehe gleichgestellt werden müssen. Das gilt insbesondere auch für die Anwendung des Ehegattensplittings.

Rückwirkend zum 1.8.2001 – an diesem Tag war das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft getreten – müssten die entsprechenden Vorschriften des Einkommensteuergesetzes angepasst werden, so die Richter, die die Ungleichbehandlung von Ehen und eingetragenen Lebenspartnern für verfassungswidrig halten.

Weitere News zum Thema

  • Ist das Ehegattensplitting noch zeitgemäß?

    [] Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesfinanzministerium hat ein Gutachten zur Reform der Besteuerung von Ehegatten vorgelegt – und weist darauf hin, dass das Verfassungsrecht im Hinblick auf die Verfassungsmäßigkeit alternativer Modelle weniger restriktiv ist, als vielfach unterstellt wird. mehr

  • Arzt empfiehlt Scheidung: Kosten trotzdem nicht absetzbar

    [] Aufwendungen für eine Ehescheidung sind auch bei medizinischer Indikation nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehbar, entschied das FG Sachsen. Die Scheidung war durch psychische Erkrankungen beider Ehegatten medizinisch indiziert gewesen. mehr

  • Möbelkauf nach Scheidung nicht steuerlich abziehbar

    [] Die Wiederbeschaffung von Möbeln nach einer Scheidung stellt keine außergewöhnliche Belastung dar, an der sich der Fiskus beteiligt. Das bestätigte der BFH in Übereinstimmung mit seiner Rechtsprechung aus den 1960er und 70er Jahren. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.