Vermietung: Verlustabzug für Ferienhaus bei Ausschluss der Selbstnutzung

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Bei einer ausschließlich an wechselnde Feriengäste vermieteten und in der übrigen Zeit hierfür dauerhaft bereitgehaltenen Ferienwohnung ist ohne weitere Prüfung von der Überschusserzielungsabsicht auszugehen und ein ungekürzter Werbungskostenabzug zuzulassen.

Der Grund dafür: In diesen Fällen ist die Selbstnutzung durch die Eigentümer ausgeschlossen. Gelingt der Nachweis der ausschließlichen Vermietung der Ferienwohnung dagegen nicht, etwa weil Sie Ihre Ferienwohnung zeitweise selbst nutzen, müssen Sie Ihre Einkunftserzielungsabsicht mittels einer Überschussprognose über 30 Jahre nachweisen.

Bei einem nachträglichen Ausschluss einer ursprünglich vereinbarten Selbstnutzungsmöglichkeit kann ebenso auf die Überschussprognose verzichtet werden, wie das bei einer von Anfang an ausgeschlossenen Selbstnutzung der Fall ist. Das erklärte das FG Köln in einem für Ferienhausbesitzer günstigen Urteil (FG Köln vom 17.12.2015, 10 K 2322/13 ).

Im entschiedenen Fall hatte sich ein Ehepaar ein Ferienhaus gekauft und dafür einen Gästevermittlungsvertrag über 10 Jahre abgeschlossen. Im Vertrag war geregelt, dass das Ehepaar das Haus maximal vier Wochen im Jahr selbst bewohnen durfte. Ein Jahr später wurde diese Regelung aufgehoben und die Selbstnutzungsmöglichkeit vertraglich ausgeschlossen.

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