Vermietung einer Ferienwohnung: Überschussprognose erforderlich bei zu geringer Vermietungszeit!

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Bisher hat es den Bundesfinanzhof bei einer ohne Selbstnutzung vermieteten Ferienwohnung in Bezug auf den Werbungskostenabzug nicht gestört, wenn die Wohnung nur an wenigen Tagen im Jahr vermietet war. Doch nun weicht der BFH von seiner bisherigen Rechtsprechung ab: Jetzt hält er die Überprüfung der Einkunftserzielungsabsicht eines Vermieters mittels einer Überschussprognose für erforderlich, wenn die ortsüblich Vermietungszeit um mindestens 25% unterschritten wird und dafür keine besonderen Gründe vorliegen (BFH-Urteil vom 26.10.2004, DStR 2005 S. 324).

In einem solchen Fall kommt es jetzt also darauf an, warum Sie Ihre Ferienwohnung nicht länger vermietet haben. Dann sollten Sie objektiv nachvollziehbare Gründe nennen können, etwa längere Unbenutzbarkeit der Wohnung wegen Instandsetzungs- oder Modernisierungsarbeiten. Wenn Sie sich aber einfach nur unzureichend um Mieter bemüht haben, etwa bei Vermietung in eigener Regie zu wenig Zeitungsanzeigen geschaltet haben, müssen Sie künftig Ihre Gewinnerzielungsabsicht nachweisen.

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