Steuerfreie Grundstücksentnahme nur bei Baudenkmal

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Die steuerfreie Grundstücksentnahme nach § 13 Abs. 4 Satz 6 Nr. 2 EStG ist nur bei einem Baudenkmal möglich. Dies hat das FG Schleswig-Holstein entschieden.

Nach Auffassung der Richter sprechen der systematische Zusammenhang sowie die Entstehungsgeschichte der Vorschrift für dieses Ergebnis – trotz des eigentlich offenen Wortlauts: Werden [..., oder 2.] eine vor dem 1. Januar 1987 einem Dritten entgeltlich zur Nutzung überlassene Wohnung und der dazugehörende Grund und Boden für eigene Wohnzwecke oder für Wohnzwecke eines Altenteilers entnommen, bleibt der Entnahme- oder Veräußerungsgewinn ebenfalls außer Ansatz; Nummer 2 ist nur anzuwenden, soweit nicht Wohnungen vorhanden sind, die Wohnzwecken des Eigentümers des Betriebs oder Wohnzwecken eines Altenteilers dienen und die unter Satz 4 oder unter Nummer 1 fallen.

Das FG Schleswig-Holstein folgt mit dieser Entscheidung einer bereits rechtskräftigen Entscheidung des FG Baden-Württemberg vom 15. Mai 2012 (Az. 8 K 1936/09). In der Literatur ist die Frage allerdings umstritten – und so ist es nicht verwunderlich, dass gegen das Urteil Revision eingelegt wurde (FG Schleswig-Holstein, Urteil vom 05.04.2017, Az. 2 K 26/17; BFH-Az.: VI R 22/17).

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