Sanierungsbiet: Bescheinigung der Kommune ist für Steuerförderung alleine nicht ausreichend

 - 

Das Finanzamt ist bei der Gewährung einer Steuervergünstigung für Gebäudeaufwendungen in Sanierungsgebieten nicht automatisch an eine entsprechende Bescheinigung der Kommune gebunden. Das entschied das FG Hessen.

Vor dem FG Hessen hatte ein Hauseigentümer geklagt, die für seine Immobilie, die im städtischen Sanierungsgebiet liegt, die Steuerbegünstigung nach § 10f und § 7h EStG erhalten wollten. Obwohl der Hauseigentümer eine entsprechende Bescheinigung der Stadt vorlegte, lehnte das Finanzamt die Förderung ab.

Keine Förderung bei Errichtung einer neuen Wohneinheit

Das Problem im entschiedenen Fall lag darin, dass der Hauseigentümer nicht etwa Modernisierungsmaßnahmen an einer bereits bestehenden Wohnung ausgeführt hatte, sondern die Steuervergünstigung für die Errichtung einer neuen Wohneinheit haben wollte. Das ist aber nicht möglich. Die Bescheinigung der Stadt, erklärten die Richter, enthalte daher keine das Finanzamt bindende Entscheidung (Hessisches FG vom 12.12.2011, 8 K 1754/08 ; Az. der Revision X R 4/12).

Weitere News zum Thema

  • Frühjahrsputz - und das Finanzamt zahlt!

    [] Haben Sie einen Fensterputzer bestellt? Einen Gärtner? Jemanden, der eine neue Markise an Terrasse oder Balkon anbringt? Dann beteiligen Sie den Staat an den Arbeitskosten! mehr

  • Grundsteuer: Wie geht es jetzt weiter?

    [] Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Berechnung der Grundsteuer ab 2009 für verfassungswidrig erklärt hat, muss jetzt eine Neuregelung her. Welche Ideen liegen dafür bereits auf dem Tisch? Wir haben es für Sie zusammengefasst. mehr

  • Verfassungsrichter kippen Einheitsbewertung bei Grundsteuer

    [] Die Einheitsbewertung von Grundstücken und Immobilien in den alten“ Bundesländern seit Anfang 2002 ist mit dem allgemeinen Gleichheitssatz unvereinbar und damit verfassungswidrig. Damit kann die Grundsteuer nicht mehr in der bisherigen Form erhoben werden. So hat es das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden (Urteil vom 10.4.2018 - 1 BvL 11/14, 1 BvL 12/14, 1 BvL 1/15, 1 BvR 639/11, 1 BvR 889/12). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.