Immobilien-Überschreibung mit zurückbehaltenem Wohnrecht: Wenn die Eltern doch ausziehen

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Eltern, die ihren Kindern eine Immobilie überschreiben, behalten sich oft ein Wohnrecht zurück. Ziehen die Eltern dennoch aus und die Kinder zahlen die Miete für deren neue Wohnung, können diese Mietkosten bei den Kindern Werbungskosten sein.

Das FG Hessen beschäftigte sich mit folgender Situation: Eltern hatten ihrem Sohn eine Immobilie geschenkt und ein Wohnrecht für sich zurückbehalten. Allerdings verzichteten sie später auf das Wohnrecht und vereinbarten schriftlich mit ihrem Sohn, dass dieser ihnen die Miete für eine andere Wohnung bezahlt. Sowohl die Eltern als auch der Sohn hielten sich an diese Vereinbarung.

Nachdem die Eltern ausgezogen waren, vermietet der Sohn die Immobilie. Die Kosten für die neue Mietwohnung der Eltern setzte er in seiner Steuererklärung als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ab. Das Finanzamt erkannte die Kosten jedoch nicht an.

Das FG Hessen gab dem Sohn dagegen recht: Die Mietkosten dürfen als Werbungskosten abgezogen werden, entschieden die Richter. Zugute kam der Familie, dass sie den Auszug der Eltern und den Verzicht auf das Wohnrecht sowie die Übernahme der Mietkosten durch den Sohn schriftlich geregelt hatte. Dass keine Beurkundung durch einen Notar vorlag, steht dem nicht entgegen, erklärten die Richter (Hessisches FG vom 19.4.2012, 13 K 698/09 ).

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