Heizkesselerneuerung während der Selbstnutzung: keine Werbungskosten

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Instandsetzungs- und Renovierungsaufwendungen während der Selbstnutzung einer Immobilie sind auch dann keine vorweggenommenen Werbungskosten, wenn sie im Hinblick auf eine spätere Vermietung entstehen. Die Hoffnung auf eine günstigere Rechtsprechung des BFH hat sich leider zerschlagen.

Wenn Sie Ihre selbst genutzte Wohnung künftig vermieten möchten, kann es sinnvoll sein, Renovierungen oder Instandsetzungen bereits vor Beginn der Vermietung durchzuführen. Dadurch vermeiden Sie einen reparaturbedingten Leerstand nach Ihrem Auszug. Aber: Ein Werbungskostenabzug für die Renovierung oder Instandsetzung ist in diesem Fall nicht möglich (BFH, Urteil vom 1.4.2009, Az. IX R 51/08). Damit bleibt der BFH bei seiner bisherigen Rechtsprechung.

Der Fall: Die Kläger erneuerten im August 2002 in ihrer Eigentumswohnung, die sie bis Juni 2003 selbst nutzten, den funktionsfähigen Heizkessel. Sie wollten damit ihre Wohnung besser vermietbar machen. Das Finanzamt - und jetzt auch der BFH - lehnten den Werbungskostenabzug ab.

Begründung: Da die Reparatur zum Zeitpunkt der Selbstnutzung durchgeführt wurde, handelt es sich um Kosten der privaten Lebensführung. Dass die Wohnung später vermietet werden sollte, spielt dabei keine Rolle.

Damit stellte sich der Bundesfinanzhof gegen die Vorinstanz. Das Finanzgericht Saarland sah in der Heizkesselerneuerung vorab entstandene Werbungskosten und ließ Immobilienbesitzer hoffen - leider vergeblich.

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