Haushaltsnahe Hilfen: Schönheitsreparaturen sind keine sonstigen haushaltsnahen Arbeiten sondern Handwerkerleistungen

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Der BFH musste entscheiden, in welchen Fördertopf kleinere, gewöhnlich von ein Mitglied des Haushaltes zu erledigende handwerkliche Tätigkeiten gehören, wenn sie von einem Handwerksunternehmen ausgeführt worden sind.

Hat ein Steuerpflichtiger die höchstmögliche Förderung für Handwerkerleistungen bereits ausgeschöpft, nicht aber den Höchstbetrag für sonstige haushaltsnahe Hilfen, würde es sich in barer Münze auszahlen, wenn solche Schönheitsreparaturen zu den sonstigen haushaltsnahen Arbeiten zählen würden.

Die Frage der Zuordnung von Schönheitsreparaturen ist wohl historisch bedingt: Früher gab es keinen Fördertopf für Handwerkerleistungen. Damals zählten zu den haushaltsnahen Arbeiten neben Kochen, Waschen und Putzen auch kleinere Schönheitsreparaturen, die gewöhnlich von einem Mitglied des Haushalts ausgeführt werden.

Nun hat der BFH aber klipp und klar entschieden, dass auch solche Arbeiten zu den Handwerkerleistungen zählen (BFH, Urteil vom 6.5.2010, Az. VI R 4/09, DStR 34/2010, Seite 1717). Sollten Sie mit Hinweis auf die Revision Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt haben, dann wird der Finanzbeamte nun negativ entscheiden.

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