Frühjahrsputz: Das Finanzamt hilft!

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Sie haben einen Fensterputzer bestellt? Einen Gärtner? Jemanden, der eine neue Markise an Terrasse oder Balkon anbringt? Dann beteiligen Sie den Staat an den Arbeitskosten!

Denn der Staat fördert von einem Unternehmen ausgeführte Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten. Ob der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist, spielt keine Rolle.

Die Förderung ist beschränkt auf Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten einschließlich der darauf entfallenden Mehrwertsteuer. Am eingesetzten Material plus der darauf entfallenden Mehrwertsteuer beteiligt sich der Staat nicht. Ausnahme: geringwertige Verbrauchsmaterialien wie Abdeckplane oder Material für die Vorarbeiten, die nicht gesondert in Rechnung gestellt werden.

Sie müssen sich also eine Rechnung ausstellen lassen, in der die Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten vom Material getrennt aufgeführt sind.

Wichtig: Bezahlen Sie den Dienstleister immer per Überweisung, niemals bar gegen Quittung! Denn damit verspielen Sie den Steuerabzugsbetrag (BFH, Urteil vom 20.11.2008, Az. VI R 14/08, BFH/NV 2009 S. 469).

Steuertipp
Sind Sie unsicher, ob bestimmte Arbeiten begünstigt sind? Dann sollten Sie trotzdem die erforderlichen Belege sammeln und den Antrag stellen. Einen Versuch ist das immer wert. Verweigert Ihnen der Beamte auch im Einspruchsverfahren die Steuerabzugsbeträge? Dann müssen Sie entscheiden, ob sich die Kosten einer Klage für Sie lohnen.

Welche Arbeiten "haushaltsnah" sind, kann im Einzelfall unklar sein. Deshalb gibt es immer wieder Streit mit dem Finanzamt. Oft müssen die Gerichte entscheiden. Aus Gesetzesbegründung, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung lässt sich zwar ein Rahmen ableiten. Aber die Fantasie ist grenzenlos...

Service für Abonnenten des Steuer-Spar-Beraters: Lassen Sie sich vom "ABC der haushaltsnahen Tätigkeiten" inspirieren!

Hintergrund:

Ab 2009 ermäßigt sich Ihre tarifliche Einkommensteuer

  • bei Handwerkerleistungen um 1.200 Euro, aber höchstens um 20% Ihrer Aufwendungen;
  • bei sonstigen haushaltsnahen Arbeiten (keine Handwerkerleistungen) um 510 Euro, aber höchstens um 20% Ihrer Aufwendungen, für einen haushaltsnahen Mini-Jobber (400-Euro-Kraft/kurzfristig angestellte Kraft) sowie um 4.000 Euro, aber höchstens um 20% Ihrer Aufwendungen, für eine sozialversicherungspflichtige Hilfe oder ein Dienstleistungsunternehmen.

Die Abzugsbeträge können Sie nebeneinander geltend machen.


Mehr zum Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen

 

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