Erlass von Grundsteuer in Sanierungsgebieten

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Bei Leerstand können Vermieter einen Teil der Grundsteuer zurückerhalten. In Sanierungsgebieten sind die Voraussetzungen dafür nicht ganz so streng wie sonst.

Normalerweise gilt: Ein (teilweiser) Grundsteuererlass ist nur dann möglich, wenn der Einnahmeausfall ist nicht selbst verschuldet ist.

Das gilt auch, wenn der (teilweise) Leerstand eines Gebäudes auf der Entscheidung des Steuerpflichtigen beruht, die darin befindlichen Wohnungen vor einer erneuten Vermietung grundlegend zu renovieren oder zu sanieren.

Etwas anderes gilt aber, wenn der sanierungsbedingte Leerstand ein Gebäude betrifft, das in einem städtebaulichen Sanierungsgebiet belegen ist. Der BFH erklärt: Der Steuerpflichtige kann sich dann der zweckmäßigen und zügigen Durchführung der zur Erfüllung des Sanierungszwecks erforderlichen Baumaßnahmen nicht entziehen und hat den durch die Sanierung entstehenden Leerstand auch dann nicht zu vertreten, wenn er die Entscheidung über den Zeitpunkt der Sanierung getroffen hat (BFH-Urteil vom 17.12.2014, II R 41/12 ).

So holen Sie sich die Grundsteuer zurück

Den Antrag auf teilweise Rückerstattung müssen Sie bis zum 31.03. des Folgejahres stellen (für 2015 also bis zum 31.3.2016). Nur in den Stadtstaaten schreiben Sie dabei an das Finanzamt. In den anderen Bundesländern sind die Gemeinden zuständig. Ein formloses Schreiben reicht zunächst aus. Wenn die zuständige Behörde weitere Nachweise sehen möchte, wird sie sich bei Ihnen melden.

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