Eigenheimzulage auch für Häuser im Ausland?

 - 

Für Ferienwohnungen und Ferienhäuser im Ausland, die Sie selbst nutzen, gibt es keine Eigenheimzulage. Verschiedene Finanzgerichte haben in der Vergangenheit diese Regelung im Eigenheimzulagengesetz bestätigt. Begründung: Auch wer im Inland Steuern zahle, habe keinen Anspruch, den Erwerb von Auslandsimmobilien in Deutschland gefördert zu bekommen. Inzwischen ist zu dieser Frage eine Revision beim Bundesfinanzhof anhängig (Az. IX R 73/02).

Ob es mit EU-Recht vereinbar ist, dass nur Häuser in Deutschland mit Eigenheimzulage gefördert werden, muss der Europäische Gerichtshof entscheiden (Aktenzeichen beim EuGH: C-152/05).

 

Steuertipp

Sollten Sie eine Immobilie innerhalb der EU selbst nutzen und alle sonstigen Voraussetzungen für die Eigenheimzulage erfüllen (z.B. Kaufvertrag/Bauantrag vor dem 1.1.2006, Einkunftsgrenze und unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland), empfiehlt sich ein Antrag auf Eigenheimförderung. Wird dieser abgelehnt, legen Sie gegen den Ablehnungsbescheid Einspruch ein und beantragen unter Hinweis auf die anhängigen Klagen das Ruhen des Verfahrens.

Wenn Sie keinen Einspruch einlegen, wird der Ablehnungsbescheid rechtskräftig.

Weitere News zum Thema

  • Handwerkerkosten auch bei Auszug absetzen!

    [] Sie ziehen um und möchten Herd, Backofen und Waschmaschine von einem Handwerker ausbauen lassen? Dann vergessen Sie nicht, die Kosten in Ihrer Steuererklärung anzugeben! mehr

  • Grundsteuerreform: Das sind die Details

    [] Die Große Koalition hat sich in Sachen Grundsteuer geeinigt. Inzwischen sind auch die Gesetzentwürfe bekannt. Die Neuregelung behält das kommunale Hebesatzrecht bei und soll das derzeitige Aufkommensniveau sichern. mehr

  • Grundsteuer: Einigung steht

    [] Die Große Koalition hat sich in Sachen Grundsteuer geeinigt, aber noch keine Details zur Neuregelung bekannt gegeben. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. mehr

  • Hagelschaden steuerlich absetzen

    [] Schäden durch Hagelschlag und Unwetter können Sie unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend machen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.