Eheleute mit zwei Haushalten: Gibt es den Höchstbetrag pro Objekt?

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Sind die Abzugsbeträge für Hilfen in Haus und Garten sowie Handwerkerleistungen objektbezogen oder personenbezogen? Gibt es die Höchstbeträge also für jede vom Steuerpflichtigen selbst bewohnte Wohnung oder bekommt ihn jeder Steuerzahler einmal?

Die Antwort darauf lässt sich dem Gesetzestext nicht unmittelbar entnehmen. Und noch komplizierter wird es, wenn die unterschiedlichen Lebensformen hinzukommen: Eheleute, unverheiratet zusammenlebende Paare sowie eingetragene oder nichteingetragene Lebenspartner.

Die Finanzverwaltung hat ihre Rechtsauffassung gefunden: Eheleute und zusammenlebende "Alleinstehende" bekommen die Förderung nur einmal (BMF-Schreiben vom 15.2.2010, BStBl. 2010 I S. 140).

Aber ist diese Rechtsauffassung zutreffend? Dieser Frage muss nun der BFH nachgehen (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 21.7.2009, Az. 11 K 44/08; Az. der Revision beim BFH: IV R 60/09). Dabei geht es um ein Ehepaar, dass zwei gemeinsame Hauhalte führt. Die Eheleute sind der Auffassung, dass ihnen für jedes Objekt jeweils der Höchstbetrag zusteht.

Steuertipp
Sind Sie verheiratet und haben Sie zwei selbstgenutzte Wohnungen? Dann können Sie sich jetzt wehren, wenn der Finanzbeamte ihnen die Abzugsbeträge nicht für alle begünstigten Hilfen in Haus und Garten sowie Handwerkerleistungen gewährt, weil die Höchstbeträge überschreiten sind. Legen Sie mit Hinweis auf die Revision IV R 60/09 Einspruch ein und beantragen Sie das Ruhen des Verfahrens.

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