Doppelte Haushaltsführung: Ehepartner dürfen Familienwohnsitz verlegen

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Sind beide Ehepartner in verschiedenen Städten berufstätig, dürfen sie während einer doppelten Haushaltsführung ihren Familienwohnsitz von der einen Stadt in die andere verlegen.

Eine doppelte Haushaltsführung erkennt das Finanzamt an, wenn
  • eine Familie an einem Ort wohnt und
  • ein Ehepartner an einem anderen Ort wegen des Jobs eine Zweitwohnung mietet oder kauft.
Gefährlich wird es immer dann, wenn die Ehepartner ihren Familienwohnsitz verlegen, aber nicht an den bisherigen Zweitwohnsitz ziehen.  Dann erkennt das Finanzamt die doppelte Haushaltsführung nicht mehr an. Begründung: Für die Wahl des neuen Wohnorts seien rein private Motive entscheidend. Damit habe die Notwendigkeit einer Zweitwohnung keine beruflichen Gründe mehr.

Diese Argumentation gilt aber nicht, wenn berufstätige Ehepartner Hauptwohnsitz und Zweitwohnsitz nur tauschen. Der Bundesfinanzhof urteilte, es sei unerheblich, ob der gemeinsame Wohnsitz der Ehegatten über die Jahre gleich bleibt oder verändert wird. Maßgeblich sei allein, dass der zweite Wohnsitz durch die Berufstätigkeit des anderen Ehegatten an einem anderen Ort veranlasst sei (BFH-Urteil vom 30.10.2008, Az. VI R 10/07).

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