Blockheizkraftwerk im Einfamilienhaus: Vorsteuerabzug

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Ein Blockheizkraftwerk dient der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme in einem Gebäude. Wird der Strom regelmäßig und gegen Entgelt in das allgemeine Stromnetz eingespeist, macht dies den Blockheizkraftwerk-Besitzer zum Unternehmer.

Das gilt unabhängig von der Höhe der damit erzielten Einnahmen! Folge: Bei der Anschaffung des Blockheizkraftwerks ist Vorsteuerabzug möglich (§ 15 UStG). Ob der Eigentümer und Betreiber des Blockheizkraftwerks daneben eine weitere unternehmerische Tätigkeit ausübt, ist ebenfalls unerheblich.

Der Fall:

Ein Lokführer ließ in sein von ihm und seiner Familie genutztes Einfamilienhaus ein sog. Blockheizkraftwerk einbauen. 80% des damit erzeugten Stroms lieferte aufgrund eines Vertrages an ein Energieversorgungsunternehmen, den Rest verbrauchte er selbst.

Das Finanzamt hatte den Vorsteuerabzug aus der Anschaffung des Blockheizkraftwerks nicht anerkannt. Begründung: Der Kläger sei kein Unternehmer, da er mit der Anlage maximal ca. 1.800 Euro im Jahr an Einnahmen erzielen könne. Unterhalb einer Einnahmengrenze von 3.000 Euro, so das Finanzamt, könne jedoch nicht von einer unternehmerischen Tätigkeit ausgegangen werden - kein Unternehmer, kein Vorsteuerabzug.

Der BFH war jetzt anderer Auffassung und ließ den Vorsteuerabzug zu (BFH, Urteil vom 18.12.2008, Az. V R 80/07).

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