Biberschaden im Garten ist nicht steuerlich abziehbar

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Die Kosten für die Errichtung einer Bibersperre und zur Beseitigung von Biberschäden im Garten können in der Steuererklärung nicht als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden. Das hat das FG Köln entschieden.

Die Kläger hatten die Aufwendungen für die Beseitigung von Biberschäden sowie für eine präventive Bibersperre als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht. Das Finanzamt erkannte diese Kosten jedoch nicht an.

Dieser Auffassung folgten die Kölner Richter und erklärten, die Schäden seien zwar außergewöhnlich, aber nicht von existenziell wichtiger Bedeutung. Die Biberschäden im Garten führten weder zur Unbewohnbarkeit des Hauses noch verursachten sie konkrete Gesundheitsgefährdungen. Dadurch hätten sie nicht den Schweregrad erreicht, der zur steuerlichen Berücksichtigung der Aufwendungen erforderlich wäre.

Auch das Argument der Kläger, dass nur wenige Steuerzahler von solchen Schäden betroffen seien und sie sich den Kosten aus tatsächlichen Gründen nicht hätten entziehen können, konnte die Richter nicht umstimmen (FG Köln, Urteil vom 1.12.2017, Az. 3 K 625/17).

Die Kläger haben gegen das Urteil inzwischen Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt, die unter dem Aktenzeichen VI B 14/18 beim Bundesfinanzhof anhängig ist.

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