Beiträge einer Risikolebensversicherung: keine Werbungskosten bei Vermietung

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Bei Immobilienfinanzierungen verlangt die Bank oft die Ergänzung des Kreditvertrags durch eine Risikolebensversicherung. Trotzdem sind die Kosten nicht als Werbungskosten abzugsfähig.

Warum macht die Bank das? Mit der Lebensversicherung soll die Rückzahlung des Darlehens sichergestellt werden, falls der Kreditnehmer stirbt.

Es besteht also grundsätzlich schon ein Zusammenhang mit der Immobilienfinanzierung – dachte sich auch ein Steuerpflichtiger und machte die Versicherungsbeiträge als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften geltend.

Das Finanzamt sah die Sache aber leider anders und ordnete die Versicherungsbeiträge den (nur begrenzt abzugsfähigen) Sonderausgaben zu: Eine Lebensversicherung schütze nicht die Immobilie, sondern das Todesfallrisiko des Immobilienbesitzers, so das Argument. Ein unmittelbarer Zusammenhang mit den Einkünften aus Vermietung sei darum nicht zu erkennen. Mit dieser Ansicht liegt das Finanzamt auch auf einer Wellenlänge mit dem BFH - und auch das das Finanzgericht Berlin-Brandenburg bestätigte diese Auffassung.

Allerdings wurde gegen das Urteil des FG Berlin-Brandenburg Revision eingelegt, sodass der BFH sich erneut mit dem Thema beschäftigen muss (FG Berlin-Brandenburg vom 7.10.2014, 6 K 6147/12 ; Az. der Revision IX R 35/14).

Übersteigen Ihre Vorsorgeaufwendungen den Höchstbetrag beim Sonderausgabenabzug, machen Sie Beiträge zu einer Risikolebensversicherung, die ein Immobiliendarlehen absichert, als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Berufen Sie sich bei einer Ablehnung auf das anhängige BFH-Verfahren IX R 35/14.

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