Altbau: Voraussetzung für erhöhte Abschreibung

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Die erhöhte Abschreibung für Sanierungsobjekte gibt es nur mit einer ordnungsgemäßen behördlichen Bescheinigung. Insbesondere Eigentümer einzelner Altbauwohnungen sollten genau hinschauen.

Herstellungskosten, die für die Modernisierung und Instandsetzung eines vermieteten Altbaus in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet oder städtebaulichen Entwicklungsbereich aufgewendet werden, dürfen erhöht nach § 7h Abs. 1 EStG abgeschrieben werden. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich als Vermieter rechtzeitig von der zuständigen Behörde Ihrer Gemeinde eine Bescheinigung für das Finanzamt darüber haben ausstellen lassen, dass es sich bei Ihrem Objekt um ein Sanierungsobjekt handelt und dass die geplanten Baumaßnahmen dem Erhalt dieses Objekts dienen. Die Bescheinigung ist ein Grundlagenbescheid und vom Finanzamt nicht nachzuprüfen.

Ist die Bescheinigung nur für das Gesamtgebäude ausgestellt, in dem sich mehrere renovierte Eigentumswohnungen befinden, genügt das aber nicht (BFH-Urteil vom 6.5.2014, IX R 15/13 ). Es müssen vielmehr die konkrete Wohnung und die darin ausgeführten Baumaßnahmen als förderungswürdig bescheinigt werden. Im Urteilsfall bekam ein Wohnungseigentümer für den Umbau seiner gekauften Wohnung die erhöhte AfA nicht, weil sich die Bescheinigung des Bauträgers nur auf das Gebäude bezog und das Finanzamt den Umbau der Wohnung als nicht förderbaren Neubau einstufte.

In einem solchen Fall sollte der Käufer die notwendige Bescheinigung für sein Objekt nachträglich besorgen. Liegt diese bei Abgabe der Steuererklärung aber noch nicht vor, darf das Finanzamt den vorläufigen Ansatz der erhöhten AfA ablehnen. Dies ist eine Ermessensentscheidung, die lediglich nachvollziehbar begründet werden muss, etwa wenn das Finanzamt die durchgeführten Maßnahmen nicht selbst hinsichtlich ihrer Förderbarkeit beurteilen kann (BFH-Urteil vom 14.5.2014, X R 7/12 ).

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