Photovoltaik: Vermittlungsausschuss einigt sich über Solarförderung

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Photovoltaik-Interessenten können aufatmen: Die Förderung wird zwar gekürzt, aber ganz so schlimm, wie es zwischenzeitlich vermutete wurde, kommt es nicht.

Die Vergütung wird rückwirkend zum 1.4.2012 abgesenkt und damit an die gesunkenen Anlagenpreise angepasst. Ursprünglich war sogar der 9.3.2012 als Stichtag im Gespräch gewesen. Die Vergütung verringert sich

  • für kleine Dachanlagen von jetzt 24,43 auf 19,50 ct/kWh (bis 10 kW);

  • für größere Dachanlagen von derzeit 21,98 auf 16,50 ct/kWh und für Freiflächenanlagen von derzeit 17,94 auf 13,50 ct/kWh.

Die Kürzungen werden im Laufe des Jahres bei der Vergütung des eingespeisten Stroms verrechnet.

Neue Förderkategorie für größere Dachanlagen

Für mittelgroße Dachanlagen, wie sie hauptsächlich auf den Dächern von Lagerhallen oder auf Bauerhöfen installiert werden, soll eine eigene Förderkategorie geschaffen werden.

Für sie soll es zudem garantiert für 20 Jahre 18,50 Cent je Kilowattstunde geben. Hier waren ursprünglich nur 16,50 Cent geplant.

Solarparks gehen leer aus

Für Solarparks mit einer Leistung oberhalb von zehn Megawatt soll es gar keine Förderung geben.

Die Begrenzung auf 10 Megawatt bleibt erhalten. Für die Zusammenfassung mehrerer Freiflächenanlagen zu einer Gesamtanlage gilt künftig ein Umkreis von 2 km – bisher waren es vier.

Förder-Stopp bei 52 Gigawatt

Sobald eine Leistung von insgesamt 52 Gigawatt erreicht wird, wird die Förderung gestoppt. Die bisher errichteten Anlagen liefern bereits 28 Gigawatt.

Um den Zubau zu begrenzen, soll die Förderung außerdem weiter absinken, wenn in einem Jahr mehr als 3.500 Megawatt neu errichtet werden.

Der Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses muss noch von Bundestag und Bundesrat bestätigt werden.

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