Vermieter: Abschreibung einer Einbauküche

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Wie wird die erneuerte Einbauküche in der vermieteten Wohnung abgeschrieben? Damit beschäftigte sich das FG Schleswig-Holstein.

Trotz individueller Planung und Anpassung an die jeweiligen räumlichen Verhältnisse stellt eine Einbauküche kein einheitliches zusammengesetztes Wirtschaftsgut dar, entschieden die Richter:

  • Die Einbaumöbel und die Arbeitsfläche seien als Gesamtheit anzusehen.

  • Herd und Spüle würden beim erstmaligen Einbau (unselbstständige) Gebäudebestandteile, da sie in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang mit dem Gebäude stünden, die für die Nutzbarkeit des Gebäudes zu Wohnzwecken vorausgesetzt werden und ohne die das Gebäude als Wohngebäude unfertig wäre.

Für die Abschreibung heißt das:

  • Werden vorhandene Einbaumöbel oder eine vorhandene Arbeitsfläche ersetzt, sind die Kosten dafür sofort abzugsfähig.

  • Die Aufwendungen für die austauschbaren Elektrogeräte sowie für die Gesamtheit der Einbaumöbel sind dagegen zeitanteilig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zu berücksichtigen.

Die Richter ließen die Revision zu, da sie mit ihrer Auffassung möglicherweise von der Auffassung der BFH abweichen und die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung somit eine Entscheidung des BFH erfordert (Schleswig-Holsteinisches FG vom 28.1.2015, 2 K 101/13 ; Az. der Revision IX R 14/15).

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